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Glossar

Eine Übersicht von Begriffen und deren Erklärungen.

Veranstaltungstechnik

Workflow

Patch, Patchplan: Verkabeln, Verkabelungsplan

Rig, Rigging: Die Traversenstangen, häufig über Bühnen, an denen z. B. Scheinwerfer aufgehängt werden.

FOH, Front of House: Der Bereich vor der Bühne (meist im / hinter / über dem Publikum), in denen die Technikerinnen mit Blick auf die Bühne sitzen. Gegenteil: Backstage (Hinter der Bühne)

Soundcheck: Zeit, in der Künstler*innen / Bands mit der Technik proben.

Line Check: Teil vom Soundcheck, testet aber nur, ob die Signale aller Geräte (Mikrofone, Instrumente etc) auch im Mischpult ankommen, oder ob es Störungen gibt.

Standby: Zeit zwischen Soundcheck und Veranstaltungsbeginn, indem alles laufen soll und nicht nervig getestet wird. Häufig findet in der Zeit der Einlass statt. Dient zusätzlich als Puffer.

Material

Traverse: Rohre (häufig 5cm), an denen man z. B. Scheinwerfer über der Bühne befestigen kann. Manchmal sind auch mehrere Rohre (z. B. drei oder vier) miteinander verstrebt.

Boxenstativ, Lautsprecherständer: Eine Stange, häufig auf drei Beinen, um Lautsprecher so hoch zu stellen, dass sie nicht so stark von den Personen gedämpft werden.

Mic Stand, Mikrofonstativ: Auch ein Ständer, aber um Mikrofone darauf zu befestigen.

Distanzstange: Ein einfaches Rohr, manchmal längenverstellbar, um Topteile auf Bassboxen zu stellen.

Geräte

Mischpult: Das Gerät, was alle Soundeingänge bekommt und daraus einen guten Gesamtklang zaubert.

Stagebox, Multicore, Snake: Um nicht ganz viele einzelne Kabel zwischen Mischpult und Bühne verlegen zu müssen, sammelt man diese gerne in einem Multicore. Also ein Kabel, was mehrere Kabel bündelt. Dieses Endet auf der Bühne dann gerne in einer Stagebox, also einem Steckfeld für die Unterverteilung der Kabel.
Wenn man kurze Kabel auf der Bühne noch einmal gruppiert (z. B. zum Schlagzeug), dann spricht man häufig auch von „Snake“ oder „Submulticore“.

DSP: Digital Signal Processor, ein Gerät, welches digital Signale verarbeitet. Häufig können diese Equalizer (also Klangveränderungen), Effekte, manchmal Verzögerungen o. ä. einstellen. Manchmal sind diese auch in Lautsprechern eingebaut.

Lautsprecher, Aktivlautsprecher, Passivlautsprecher: Lautsprecher sind die Geräte, die den Klang erzeugen (okay, soweit seid ihr vielleicht auch). Man unterscheidet gerne in aktiv und passiv. Aktiv bedeutet, dass ein Verstärker eingebaut ist. Der Lautsprecher bekommt dann das Audiosignal und Strom und macht sich selbst laut. Passiv bedeutet dagegen, dass der Lautsprecher nur einmal ein bereits verstärktes Signal bekommt. Dann ist weniger Elektronik drin.

Frequenzweiche: Spaltet ein Audiosignal in zwei Frequenzbereiche auf, z. B. um ein Signal für Topteile und Subwoofer zu trennen.

Topteil: Ein oberer Lautsprecher für hohe Frequenzen (häufig ab 120 - 300 Hz).

Subwoofer, Bassbox: Lautsprecher für tiefe Frequenzen, meist < 120 - 300 Hz.

Monitor, Wedge: Damit die Künstlerinnen auf der Bühne sich selbst hören können, stellt man Lautsprecher auf die Bühne. Wenn diese auf dem Boden stehen, nennt man diese auch gerne „Wedge“ (Ecke).

In-Ear Monitoring: Statt großer Lautsprecher auf der Bühne gibt es Kopfhörer für die Künstlerinnen. Häufig wird dabei auch gefunkt.

Endstufe, Verstärker, Amp, Amplifier: Verstärker sind die Geräte, die ein (Audio-)Signal mithilfe von Strom verstärken. Zum Beispiel gibt es Gitarren-Verstärker, die das leise Gitarrensignal lauter machen. Endstufen sind die Geräte, die als letzte Stufe in der Audiosignalkette vor den Lautsprechern kommen. Diese heben also den Signalpegel so stark an, dass man damit große Lautsprecher antreiben kann.

Audio-Interface: Schnittstelle, um Audio vom Computer auszugeben oder damit aufzunehmen.

DI-Box, Symmetrierbox: Umwandlung und Entstörung von symmetrischen Audiosignalen in symmetrische (sprich: Klinke zu XLR). Gibt es in Aktiv und Passiv, erstere benötigt Phantomspeisung vom Mischpult, letzte hat einen Verlust im Signalpegel.

Licht

DMX, Digital Multiplex: Digitales Steuerprotokoll für Scheinwerfer. Wird meist über XLR-Kabel (3pol oder 5pol) übertragen.

DMX-Interface: Gerät, um vom Laptop ein DMX-Signal zu senden.

Verkabelung

Klinke: Die kleine Klinge ist auch bekannt als Kopfhörerstecker, z. B. in Smartphones und Laptops. Diese gibt es auch noch in groß für Gitarren, Keyboards etc und (zum Glück selten) für Lautsprecher.

XLR: Der Standardstecker für Mikrofonkabel und Lichtsteuerung. Üblicherweise 3-polig ausgelegt.

Speakon: Steckverbindung, um passive Lautsprecher anzuschließen. Man entriegelt ihn, indem man die Lasche zurückzieht und ein wenig dreht - dann abziehen.

PowerCon: Stecker zur Stromversorgung von Geräten. Entriegelung ähnlich Speakon.

Kaltgerätestecker, C13, C14: Bezeichnet Stecker und Buchse zur Stromversorgung von Geräten. Bekannt von Bildschirmen, Computern etc.

Symmetrisch, asymetrisch, unsymetrisch: Ein unsymmetrisches Audiosignal besteht nur aus einem Pol und der Masse. Dies ist allerdings störanfällig gegen elektromagnetische Felder. Bei der symmetrischen Übertragung wird das Nutzsignal zusätzlich invertiert gesendet (also doppelt), dadurch lassen sich Störungen erkennen.

Mikrofonierung

Dynamisches Mikrofon: Mikrofon, was allein durch die Schwingung der Luft und einen Magneten ein Audiosignal erzeugt.

Kondensator-Mikrofon: Benötigt Phantomspeisung und erzeugt dann mithilfe eines Kondensators aus der Luftschwingung ein Audiosignal.

Shure SM58: Bekanntes dynamisches Mikrofon der Marke Shure.

Neumann SC58: Anspielung auf billige Nachmache des SM 58 (Running Gag).

Phantomspeisung: Einige Mikrofone (z. B. Kondensatormikrofone) und Geräte (z. B. aktive DI-Boxen) benötigen Stromversorgung. Diese kann direkt über das Mikrofonkabel (XLR) erfolgen. Im Mischpult aktiviert man dann eine Phantomspeisung (meist 48V) für diesen oder alle Kanäle.
Achtung: Man kann damit auch Geräte zerstören, z. B. wenn direkt (ohne DI-Box) ein Smartphone, Laptop, Keyboard oder ähnliche empfindliche Geräte angeschlossen sind. Leider gibt es auch manche billige Hardware (wir erlebten Aktiv-DI-Boxen und Funkempfänger), die bei aktivierter Phantomspeisung gestört werden.

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